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Dienstag, 22. März 2011 (Sächsische Zeitung) von Peter Hilbert Die Sportanlage platzt aus allen Nähten. Skater stehen hier Schlange. Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag über die Erweiterung. Pirnaische Vorstadt. Die „Skatermutter“ Barbara Lässig will noch mehr Möglichkeiten für ihre Sportart schaffen. Deshalb hat die Gründerin des Dresdner Nachtskatens und FDP-Abgeordnete im Stadtrat beantragt, den 2006 eingeweihten Skaterpark an der Lingnerallee zu erweitern. „Der erste Abschnitt wird von Kindern und Jugendlichen so gut genutzt, dass es jetzt einfach schon zu eng wird“, erläutert sie den Sinn. Bereits der Siegerentwurf des Wettbewerbs von 2006 habe Vorschläge zur Erweiterung enthalten, die später umgesetzt werden sollen. Dafür sei die Zeit reif.

Die Kosten werden auf rund 320.000Euro geschätzt. „Das Geld soll vorrangig von Sponsoren kommen“, sagt Lässig. Im Stadtrat würde das Vorhaben sonst bei den chronisch knappen Kassen sofort abgelehnt. Die Chefskaterin hat schon Spenden-Zusagen für mehr als die Hälfte der benötigten Summe. „Uns fehlen nur noch 150000Euro“, so Lässig. Die Stadt sollte lediglich die Kosten für Planung und Betreuung der Anlage übernehmen. „Wenn wir die Zustimmung im Stadtrat bekommen, geht es los“, zeigt sie sich entschlossen. Über den Antrag wird am Donnerstag entschieden. Welche Elemente aufgestellt werden sollen, sei noch nicht klar. Das will Lässig nicht allein entscheiden. Ihr sind Meinungen der Skater wichtig. „Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass sie einbezogen werden“, sagt sie.
Zu den Aktiven gehört der 22-jährige Dresdner Rick Henkel. „Es ist ganz wichtig, dass der Skaterpark erweitert wird“, sagt er. Der Bürokaufmann kommt zwar nicht allzu oft hierher. Doch wenn es seine Zeit zulässt und er hier skatet, sei es meistens sehr eng. Schließlich würden nicht nur Skater, sondern auch viele BMX-Fahrer die Anlage nutzen. Gut würde es Rick Henkel finden, wenn eine zweite Halfpipe gebaut würde. Eine derartige Halbröhre steht zwar schon unweit der St. Petersburger Straße. Aber die reicht in Spitzenzeiten nicht aus.
Marx will noch Details klären
Dem kann Marcel Becker nur beipflichten. Der 17-jährige Lehrling aus der Friedrichstadt fährt seit drei Jahren mit seinem Skateboard auf der Anlage. „Besonders in den Sommerferien oder an Wochenenden ist echt viel los. Da findet man keinen Platz mehr zum Fahren oder zum Sitzen“, beschreibt er seine Erfahrung. Lässigs Plan habe sich unter den Aktiven schon lange herumgesprochen. „Ich würde es auf jeden Fall gut finden, wenn der Park endlich größer wird“, sagt der Freizeitsportler.
Mit ihren Mountainbikes sind am Montagmittag, als die SZ vor Ort war, zwei 21-jährige Studenten im Skaterpark auf Achse. „Oft muss ich länger als zehn Minuten warten, bis ich fahren kann“, berichtet Daniel Schmidt aus Tolkewitz. Es gebe zwar kleine Skaterparks, so an der Marienberger Straße, ergänzt sein Freund Karsten Wesenigk aus Laubegast. Doch die seien schlecht gepflegt. „Deshalb wäre eine Erweiterung eine gute Investition“, drängt er. Eine Erweiterung will Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) unterstützen. „Es müssen aber noch viele Details geklärt werden“, sagt der Bauchef. |